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Kategorie: Sido

Sido: „Deutscher Hip Hop ist ein Kinderspielplatz!“

Sido

Zu Sido’s Anfangszeiten dominierte in Sachen Hip Hop noch die Hardcore-Schiene. Heutzutage sieht dies größtenteils ganz anders aus. Niemand hinterfragt noch, ob der Rapper am Mic auch wirklich authentisch ist. Stattdessen hat man einfach nur Spaß am Mikrofon. Eine Tatsache, die Sido gar nicht gefällt. Deshalb nutzt er auch jede Gelegenheit, um diese Sorte von deutschen Hip Hop zu dissen:

Ich finde deutschen Hip-Hop tatsächlich größtenteils langweilig und irrelevant. Bei jungen Rappern ist das Rebellische oftmals aufgesetzt. Weil sie glauben, so würden sie berühmt werden. Im Hip-Hop beherrschen viele ihr Handwerk nicht, für mich ist das ein Kinderspielplatz. Ich glaube diesen Leuten nicht. Deshalb halte ich mich immer noch für den Krassesten. Bei mir stimmt das ganze Paket: Ich kann richtig gute Songs schreiben und performen“, so Sido in einem Interview mit der Mitteldeutschen Zeitung.

Na ob er sich mit solchen Aussagen viele Freunde macht? Wohl eher nicht. Im gleichen Interview gab der Rapper auch zu, dass er mit seinen deutschen Wurzeln nicht besonders viel am Hut hat:

Ich kenne meine deutschen Wurzeln nicht. Mein Vater war nach meiner Geburt ganz schnell weg. Meine Kultur ist die der Sinti. Mittlerweile ist es bei uns nicht mehr so, dass der Mann auf der Couch sitzt und zuhause nichts macht. Ich selbst bin aber noch so aufgewachsen. Für mich waren mein Opa und meine Mutter die Oberhäupter unserer Familie. Sie gaben mir Halt und Liebe.

Der Grund weshalb sich Sido von seinen deutschen Wurzeln distanziert, liegt sicherlich daran, dass seine Großmutter zu Zeiten des Dritten Reichs einige Jahre in einem Konzentrationslager verbrachte. „Meine Großmutter hat das KZ mit viel Glück überlebt, sie wurden von den Russen befreit. Aber ihre gesamte Familie ist ermordet worden. Sie hat im KZ sogar Kinder bekommen, die aber nicht überlebt haben. Mein Opa war Partisan und kämpfte auf Seiten der Russen gegen die Nazis. Ich weiß von meiner Oma, dass er einige erledigt hat.

Foto: youtube

 

Sido: Ich bin nicht mehr der rebellierende 20-jährige Junge

SidoSido hat ein neues Album am Start. Es trägt den Namen „30.11.80“ (Sido’s Geburtsdatum) und orientiert sich rein gar nicht daran, was die breite Masse von ihm erwartet. Ganz im Gegenteil, der Rapper lässt derzeit keine Gelegenheit aus, um deutlich zu machen, dass es ihm am Hintern vorbei geht, was die Öffentlichkeit von ihm denkt. Genauso wenig macht Sido (33) einen Hehl daraus, dass er eigentlich gar keinen Bock auf Interviews hat. Dennoch musste er sich neulich der Frage stellen, wie er mit Leuten klar kommt, die ein Problem mit seiner musikalischen Entwicklung haben:

Ich bekomme die Frage natürlich immer gestellt und versuche, die Schlagworte zu umgehen. Denn diese ganze Diskussion ist mir unverständlich. Was erwartet man denn von einem 33-Jährigen?“, so Sido in einem Interview mit Ampya. „Dass er noch Musik macht wie ein rebellischer Junge, der versuchen muss, auf sich aufmerksam zu machen? Oder kann die Musik auch wirklich authentisch sein und so klingen wie von einem 33-Jährigen. Auf dem letzten Album gab es dieses Thema auch schon, da habe ich den Leuten auch noch gern erklärt, dass ich erwachsen geworden bin. Ich denke, das sollte jeder nachvollziehen und auch gut finden können. Also, ich würde es jedenfalls blöd finden, wenn ich noch so tun würde, als wäre ich 20, immer noch am Rebellieren gegen die Welt und allen sagend, wie scheiße alles ist. Diese Attitüden habe ich nicht mehr an mir.

In dem Song „Papa, was machst du da?“ machte der Rapper auch nochmal den Vorfall zwischen ihm und dem ORF-Reporter Dominic Heinzl, den er einst mit einem Faushieb niederstreckte, weil der öfters recht unschöne Artikel über ihn schrieb, zum Thema:

Ja. Der Heinzl, das ist so einer. Ein Boulevardscheißer, der zwei Jahre auf mir rumgehackt hat. Ich kann Sachen oft überhören und darüber lachen, wenn jemand mich beleidigt. Aber wenn ein Fass überläuft, dann läuft es über. Das kennt jeder Mensch. Da bin ich nicht besonders – ich bin nur derjenige, der deswegen in der Zeitung steht.

So viel zum Thema Meinungs- und Pressefreiheit. Tja, im Hip Hop noch mal ein ganz anderer Wind.

 

 

Sido und Charlotte Engelhardt haben geheiratet!

Da bleibt uns echt die Spucke weg. Nicht einmal ein Jahr sind Sido (32) und Moderatorin Charlotte Engelhardt (34) ein Paar und schon schleppte der Rapper seine „Neueroberung“ vor den Traualtar. Bereits vor 10 Tagen kündigte Sido an, dass er mit dem Gedanken spielt, Charlotte schon sehr bald zur Frau zu nehmen. Doch, dass es so schnell gehen würde, damit hat wohl niemand gerechnet. Gestern überraschte Sido die Welt dann via Twitter mit einer kurzen, doch sehr aussagekräftigen Aussage:

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