Cäthe – Ich muss gar nichts!


Nachschub an der deutschen Indie-Front. Cäthe Sieland macht seit einiger Zeit lautstark von sich reden und überzeugt mit einer außergewöhnlichen Mischung aus rockiger Popmusik mit Blues-und Punkeinlagen. Der Sound ist vielschichtig, wirkt kraftvoll und energiegeladen und dürfte die deutsche Branche gehörig aufwirbeln. Ende September kommt das Debütalbum, einen ersten Eindruck vermittelt das neue Video „Unter meiner Haut“.

Auf Cäthe kam ich vor ein paar Monaten durch einen Musikclip von TV Noire, der mich auf Anhieb in den Bann zog. Da sitzt eine kleine, unscheinbare Frau mit Klampfe auf einem Tisch und haucht mit einer selten rauchigen Stimme „Wir sind Sommer“ in das Mikrofon, das ihr netterweise mal eben so hingehalten wurde. Das Ganze erinnert stark an eine Blues-Session nachts um halb zwei im heimischen Wohnzimmer. Irgendwie andersartig, aber genial.

Zuletzt war sie mit Chris Pohlmann live auf Tour und stand als Support für Bryan Adams auf der Bühne. Nun steht der Release des Debütalbums „Ich Muss Gar Nichts“ in den Startlöchern. Die Scheibe kommt am 30. September in die Läden. Vorab erscheint die erste Single „Unter Meiner Haut“, das passende Video ist bereits veröffentlicht. Darin ist eine selbstbewusste und unabhängige Cäthe zu sehen, die sich gegen das oberflächliche Gehabe der Medien wehrt.

Das Markenzeichen von Cäthe Sieland wird schon auf den ersten Blick deutlich: Die Frau nimmt kein Blatt vor dem Mund. Die Texte bestechen mit satter Direktheit, vorgetragen mit einer herrlich rauen und kratzigen Stimme, die einen nahezu vom ersten Moment an fesselt. Die Musik ist laut, rotzig und verspielt, das Attitude der Sängerin kommt als irgendwas zwischen Diva, Femme Fatal und Punk daher. Für sie war schon in frühen Jahren klar, dass sie mal Musik machen will. Schon früh begann sie mit dem Verfassen von autobiografischen Texten. Das floss in ihre Musik mit ein und so wirken die Inhalte der Songs auf ihrer Debütscheibe sehr persönlich. Sie ist eine Geschichtenerzählerin und zu erzählen hat sie wahrhaft genug. Fast tausend Stücke soll sie bislang schon verfasst haben. „Irgendwann hab ich gedacht – Scheiße! Das wird echt mal Zeit!“, sagte sie mal dazu und wir können sicher sein, auch von den restlichen Texten noch genug auf Tonträger serviert zu bekommen.

Cäthe – Ich muss gar nichts!

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